Pressemitteilung


(Quelle: picture alliance / ZB)
Teilen

Deutsche Brütereien sind weltweit Vorreiter beim Tierschutz

EU muss hier nachziehen

Am heutigen Mittwoch hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft einen Gesetzentwurf für ein Verbot zur Tötung von Eintagsküken ab dem 1. Januar 2022 vorgestellt. Dazu erklären die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gitta Connemann, und die zuständige Berichterstatterin Silvia Breher:

Gitta Connemann: „Wir beenden das Kükentöten. Denn Küken sind Lebewesen und gehören nicht auf den Müll. Der Ausstieg beginnt heute gemeinsam mit der Geflügelwirtschaft. Damit sind deutsche Brütereien weltweit Vorreiter. Ab Ende 2021 gilt dann ein Verbot für alle. Deutschland geht damit beim Tierschutz wieder einmal voran. In keinem anderen Land gibt es höhere Standards. Der Verbraucher sollte das mit dem Kauf von Eiern und Fleisch aus deutschen Landen honorieren.

Jetzt muss die EU nachziehen. Denn die EU erlaubt leider, männliche Küken zu vergasen, weil sie sich nicht zur Eierproduktion eignen. Deshalb brauchen wir auch ein Verbot der Kükentötung auf EU-Ebene. Der Einsatz unserer einheimischen Geflügelwirtschaft darf nicht dazu führen, dass Handel und Co stattdessen Küken und Eier aus anderen Ländern importieren. Das hilft weder Tieren noch Verbrauchern.“

Silvia Breher: „Wissenschaft, Geflügelbranche und Politik haben seit Jahren unter Hochdruck an Alternativen gearbeitet. Erste Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Ei sind jetzt marktreif. Das ermöglicht jetzt den Ausstieg. Deutschland gibt damit europaweit nicht nur den Takt in Sachen Tierschutzstandards vor, sondern liegt auch vorne bei neuen Methoden zum Ausstieg aus dem Kükentöten. Die Erfolge sind nicht nur ein mehr an Tierwohl, das für die Verbraucherinnen und Verbraucher direkt sichtbar sind, sondern sind gleichzeitig auch ein Erfolg von Forschung und Entwicklung in Deutschland.“