Besserer Schutz von Jugendlichen vor Tabakprodukten und E-Zigaretten

Pressemitteilung


(Quelle: picture alliance/dpa)
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Besserer Schutz von Jugendlichen vor Tabakprodukten und E-Zigaretten

CDU/CSU-Bundestagsfraktion beschließt Positionspapier

In ihrer Sitzung am heutigen Dienstag hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ein Positionspapier zum Verbraucher- und Gesundheitsschutz bei Tabakprodukten und E-Zigaretten beschlossen. Dazu erklärt die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Gitta Connemann MdB:

„Es geht uns um die Sicherheit und Gesundheit von Jugendlichen. Deshalb wollen wir die Werbung für Tabakprodukte und E-Zigaretten noch weiter begrenzen. Zukünftig soll es im öffentlichen Raum keine Plakatwerbung für Zigaretten, Tabakerhitzer und Co. mehr geben. Denn gerade an Bushaltestellen und auf U-Bahnsteigen halten sich viele Jugendliche auf. Wir wollen sie besser schützen - auch vor der kostenlosen Zigarette beim Festival. 

Damit allein ist es aber nicht getan. E-Zigaretten, die nach Erdbeere oder Ananas schmecken, verführen zum Dampfen. Klare Regeln gibt es bislang nur für nikotinhaltige Produkte. Aber auch die nikotinfreien E-Zigaretten haben es in sich und werden immer häufiger im Paket mit einer Nikotinlösung verkauft. Nikotin macht süchtig. Und der Weg zur Tabakzigarette ist kurz.

Jedes Jahr sterben in Deutschland 120.000 Menschen einen qualvollen Tabak-Tod. Sie bezahlen die Entscheidung für das Rauchen mit ihrem Leben. 

Die Entscheidung dafür wird von Jugendlichen getroffen. Die meisten Menschen sind, wenn sie mit dem Rauchen anfangen, noch keine 15 Jahre alt. Sie sind auf der Suche - auch nach einem Lebensgefühl. Hier setzt die Werbung an. Sie wirkt. Die Wissenschaft belegt: Je mehr Kontakt Jugendliche mit Tabakwerbung haben, desto häufiger beginnen sie auch mit dem Rauchen.“

Hintergrund: Sie finden das Positionspapier zum Download unter www.cducsu.de/publikationen. Zentrale Inhalte sind ein stufenweises Auslaufen der Plakatwerbung für Tabakprodukte und E-Zigaretten, eine Beschränkung der Kinowerbung auf Erwachsenenfilme und engere Grenzen für die kostenlose Abgabe. Außerdem will die Fraktion höhere Schutzstandards für E-Zigarettenflüssigkeiten und ein Ende der Werbung auch für nikotinfreie E-Zigaretten in audiovisuellen Medien.