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Pressemitteilung |
Pannerhelfer des ADAC (Quelle: picture-alliance / dpa )
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ADAC muss Salamitaktik beenden

Schnelle und umfassende Aufklärung gefragt

Nach den Affären um den Autopreis und Flüge mit Rettungshubschraubern zu Dienstterminen reißen die Vorwürfe gegen den ADAC nicht ab. Der Regionalclub in Hessen soll mit Mitgliedsbeiträgen ein Grundstück gekauft und eine Villa gebaut haben, in der sich der Geschäftsführer eingemietet hat. Dazu erklärt der verkehrspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Ulrich Lange:

„Die Verantwortlichen beim ADAC müssen endlich ihre Salamitaktik beenden und aktiv mit den Vorwürfen gegen den Verein umgehen. Wenn jeden Tag neue Enthüllungen über den Verein erscheinen, wird das Vertrauen der Mitglieder jedenfalls nicht wiedererlangt. Vielmehr müssen jetzt für jeden sichtbare Schritte unternommen werden.

Eine Neustrukturierung wäre dabei durchaus diskussionswürdig. Offensichtlich ist der ADAC als Wirtschaftsunternehmen in Vereinsform, das auch auf regionaler Ebene mit eigenen Strukturen auftritt, mit seiner eigenen Organisationsstruktur überfordert.

Es muss sichergestellt werden, dass in Zukunft Kontrollmechanismen funktionieren und Transparenz an erster Stelle steht. Leider schien das bisher nicht unbedingt der Fall zu sein. Es kann nicht sein, dass bei einem Verein dieser Größe jeder tun und machen kann, was er will; darunter leidet die Glaubwürdigkeit.

Die Aussage des ADAC-Präsidenten Peter Meyer, dass man in Zukunft vor politischen Äußerungen die Mitglieder befragen möchte, begrüßen wir. So kann sichergestellt werden, dass der ADAC auch wirklich im Interesse seiner Mitglieder agiert. Als eingetragener Verein trägt er eine große Verantwortung gegenüber seinen Mitgliedern. Er muss sich das Vertrauen dieser 19 Millionen Menschen jetzt wiedererarbeiten. Das geht am besten mit einer zügigen und lückenlosen Aufklärung der Ereignisse und mit Ehrlichkeit."

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