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Faktencheck | Corona-Impfstoff

In der gesamten Europäischen Union hat die Impfung begonnen. In Deutschland sollen bis zum Ende des Sommers alle, die möchten, ein Impfangebot erhalten. Eine Impfpflicht wird es nicht geben. Fragen & Antworten hier.

Als erste Impfstoffe gegen Corona (SARS-CoV-2) wurden bislang drei verschiedene Produkte in der Europäischen Union zugelassen – die der Firmen BioNTech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca. Weitere Zulassungen sind beantragt. Alles Wissenswerte hier im Check.

Wie ist der Stand der Forschung an Impfstoffen gegen COVID-19?

Nach Angaben der WHO (Stand: Ende Januar) werden weltweit fast 250 Impfstoffe gegen das Coronavirus (SARS-CoV-2) entwickelt, von denen einige bereits zugelassen sind, andere sich in fortgeschrittenen klinischen Studien befinden. Allein in Deutschland forschen nach Angaben des Verbandes Die forschenden Pharma-Unternehmen derzeit elf Firmen an einem Impfstoff, weitere 17 Unternehmen und Forschungsinstitute unterstützen sie bei der Entwicklung oder der Produktion. 

Auf der Liste deutscher Institute und Unternehmen, die einen Impfstoff entwickeln oder entwickelt haben, finden sich die Firmen BioNTech und CureVac sowie das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung gemeinsam mit der Dessauer Firma IDT Biologika. Firmen wie Sanofi oder Bayer wirken an der Produktion oder Abfüllung mit. IDT Biologika will AstraZeneca bei der Produktion seines Corona-Impfstoffs unterstützen.

In der Europäischen Union wurde im Dezember 2020 als erstes der Impfstoff des deutschen Unternehmens BioNTech zugelassen, das mit dem amerikanischen Pharmakonzern Pfizer zusammenarbeitet. Anschließend erhielt der Impfstoff des US-Konzerns Moderna die Zulassung, dann der des britisch-schwedischen Unternehmens AstraZeneca. Für den Tübinger Hersteller CureVac hat die Europäische Arzneimittelbehörde EMA das schnelle Prüfverfahren zur Zulassung am 12. Februar gestartet. Auch der US-Hersteller Johnson&Johnson hat die Zulassung in der EU beantragt. Dieser Wirkstoff wird voraussichtlich als Nächstes zugelassen. 

Das Bundesforschungsministerium fördert die Entwicklung von Impfstoffen gegen COVID-19. So erhielt BioNTech im Rahmen eines Sonderprogramms bis zu 375 Millionen Euro vom Bund.
 

Wie wirksam sind die Impfstoffe?

BioNTech/Pfizer sowie Moderna geben an, dass ihr Boten-RNA-Impfstoff einen mehr rund 95-prozentigen Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus bietet. Um wirksam zu sein, muss die Impfung in zwei Dosen verabreicht werden – mit einem Abstand von drei Wochen. Die Wirksamkeit des Vektorimpfstoffes von AstraZeneca wird mit etwa 60 Prozent beziffert. Allerdings gibt es bislang nur wenige Daten darüber, wie gut der Impfstoff bei älteren Menschen wirkt. Deshalb wurde er in Deutschland zunächst nur für Menschen über 65 zugelassen. Der Vorteil dieses Wirkstoffes ist, dass er bei Kühlschranktemperatur gelagert und daher auch von Hausärzten gespritzt werden kann. 

Inzwischen verbreiten sich von Großbritannien, Südafrika und Brasilien ausgehend Mutationen, die weitaus ansteckender sind als das ursprüngliche Coronavirus. Noch unklar ist, wie gut die vorhandenen Impfstoffe gegen diese Mutanten wirken. Bei AstraZeneca gibt es Anzeichen, dass der Impfstoff bei Ansteckung mit der südafrikanischen Variante nur gegen schwere Verläufe schützt, nicht aber gegen leichte bis mittelschwere. 

Immer noch unbeantwortet bleibt die Frage, ob Menschen nach einer Impfung das Virus weitertragen können. Auch ist es unwahrscheinlich, dass eine Impfung lebenslang wirkt. Stattdessen wird damit gerechnet, dass die Schutzimpfung regelmäßig zu wiederholen ist. 
 

Wie lange dauert die Entwicklung eines Impfstoffes normalerweise?

Normalerweise dauert es sehr lange, einen wirksamen Impfstoff zu entwickeln. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) – Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel und damit in Deutschland für Impfstoffe zuständig – hält 15 Jahre im Regelfall für realistisch. Allerdings gibt es auch Fälle, in denen es schneller ging. So dauerte beispielsweise die Entwicklung des Ebola-Impfstoffes nur vier bis fünf Jahre, weil viele Schritte komprimiert wurden.

Bei SARS-CoV-2 konnte die Entwicklung beschleunigt werden. Die Forschung profitierte davon, dass schon viel Vorarbeit geleistet wurde: So wurde bereits an Impfstoffen gegen die verwandten Viren SARS und MERS geforscht, die sich Anfang des Jahrtausends ausbreiteten. Gen-Abschnitte des neuartigen Coronavirus können in die seitdem vorhandenen Impfstoffe eingeschleust werden.
 
 

Wie funktioniert die Zulassung?

Nach der Entwicklung des Impfstoffes muss er getestet werden, zunächst an Zellen, dann an Mäusen und zuletzt in sogenannten klinischen Studien an Menschen. In den Phasen II und III der klinischen Studien werden erst hunderte, dann mehrere tausend, wenn nicht gar zehntausende Probanden mit dem neuen Impfstoff geimpft. Auf diese Weise findet man heraus, ob der Impfstoff überhaupt wirksam ist und welche Nebenwirkungen auftreten können. Sobald Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffes gewährleistet sind, kann er zugelassen werden. 

In der Pandemie gibt es ein beschleunigtes Zulassungsverfahren bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA. Noch während der Phase klinischer Studien können Pharmafirmen ihre Impfstoffkandidaten in einer Art Vorverfahren zur Zulassung bei der EMA anmelden. Dazu werden Daten fortlaufend eingereicht und bewertet. Der Ethikrat weist darauf hin, dass in diesem Verfahren nicht weniger Daten als üblich eingereicht werden müssen. Eine vorläufige Zulassung werde es nicht geben. 

Während der Testphase haben die betreffenden Pharmafirmen auf eigenes Risiko Impfdosen vorproduziert, so dass unmittelbar nach der Zulassung mit den Impfungen begonnen werden konnte. Doch bevor Impfstoffe in großem Maßstab verfügbar sind, müssen riesige Produktionskapazitäten geschaffen werden. Auch das nimmt Zeit in Anspruch. Erst am Ende des zweiten Quartals ist mit umfänglichen Impfungen zu rechnen. 
 
 

Was bedeutet Herdenimmunität?

Nur eine Impfung kann vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus schützen. Wenn ein hoher Prozentsatz einer Bevölkerung geimpft ist, kommt die Ausbreitung des Virus zum Erliegen, weil es keinen Wirt mehr findet. Man spricht dann von Herdenimmunität. Es wird davon ausgegangen, dass die Schwelle im Fall von Corona bei 55 bis 65 Prozent der Bevölkerung liegt. Das heißt, wenn 65 Prozent der Menschen immun gegen COVID-19 sind, dann ist auch der Rest der Bevölkerung geschützt. 

Eine Herdenimmunität kann auch dann erreicht werden, wenn ein Großteil der Menschen die Krankheit durchlitten hat und auf diesem Wege dagegen immun geworden ist. Diesem Risiko sollten jedoch Ältere und Personen mit Vorerkrankungen nicht ausgesetzt werden – zumal es noch kein Medikament gegen das Coronavirus gibt. Im Falle von COVID-19 ist außerdem noch nicht bekannt, wie lange der Immuneffekt anhält. 

Bedrohlich sind auch Mutationen des Virus. Hoch ansteckende Mutanten haben sich in Großbritannien, Südafrika und Brasilien gebildet. Sie haben bereits zu einem schlagartigen Anstieg der Fallzahlen in Großbritannien, Irland und Portugal geführt. Es ist nicht sicher, ob eine durchlittene Infektion mit der Ursprungsvariante vor Ansteckung mit den Mutanten schützt. 
 

Wird es eine Impfpflicht gegen das Coronavirus geben?

Nein, die Impfung ist freiwillig. Es handelt sich laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn um ein Impfangebot. Die Bundesregierung setzt auf Aufklärung über Wirksamkeit und Risiken, um die Impfbereitschaft zu erhöhen. Informationen können den Menschen helfen, eine selbstbestimmte Impfentscheidung zu treffen.

Angesichts der Beschränkungen im öffentlichen Leben infolge der Pandemie, aber auch angesichts schwerer Verläufe bei COVID-19-Erkrankungen ist davon auszugehen, dass sich viele Menschen freiwillig impfen lassen, sobald sie an der Reihe sind. Umfragen zufolge ist die Impfbereitschaft in der Bevölkerung gestiegen und liegt derzeit bei 60 Prozent. Zögern lässt die Menschen vermutlich die Tatsache, dass es keine Erfahrungen mit den langfristigen Auswirkungen von genbasierten Impfstoffen gibt. Bislang hat er sich jedoch als gut verträglich herausgestellt.  

Grundsätzlich sind Impfungen in Deutschland nicht vorgeschrieben. Es können aber Vorkehrungen gegen die Ausbreitung einer gefährlichen Krankheit getroffen werden, etwa Quarantäne-Maßnahmen für Infizierte und Menschen, die mit ihnen in Kontakt standen. Das sieht das Infektionsschutzgesetz vor. 
 

Wie sieht die Impfstrategie aus?

Da Impfstoffe zunächst nicht flächendeckend zur Verfügung stehen, musste entschieden werden, welche Bevölkerungsgruppen zuerst geimpft werden. Dieses Verfahren wird Priorisierung genannt.

Nach Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums, das auf Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) beruht, gibt es drei priorisierte Gruppen. Als Erstes werden alle Menschen über 80, Bewohner und Personal in Alten- und Pflegeheimen sowie medizinisches Personal in Notaufnahmen, in der Betreuung von COVID-19-Patienten und mit engem Kontakt zu vulnerablen Gruppen wie Krebspatienten geimpft. 

Als nächstes kommen alle Bürger über 70 an die Reihe sowie Menschen, bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 besteht. Dazu zählen unter anderem Demenz- und Krebskranke, Patienten mit Diabetes oder schweren Lungen- und Nierenschäden sowie Organtransplantierte und Menschen mit Down-Syndrom, aber auch das weitere medizinische Personal sowie Polizei- und Ordnungskräfte, die in ihrer täglichen Arbeit einem hohen Risiko ausgesetzt sind. Zu der dritten Gruppe schließlich gehören Personen über 60, weitere gesundheitliche Risikogruppen sowie unter anderem Lehrer und Kinderbetreuer, Polizisten und Feuerwehrleute, Beschäftigte im Einzelhandel und im Transportwesen. Lehrer und Betreuer in Kindertagesstätten sollen voraussichtlich höhergestuft werden, weil sie in ihrem Berufsalltag einem besonderen Risiko ausgesetzt sind. 

Die Impfverordnung wurde Anfang Februar bereits einmal angepasst. So können Ärzte nun im Einzelfall entscheiden, dass sie besonders gefährdete Patienten bei der Impfung vorziehen. Außerdem wurde der Tatsache Rechnung getragen, dass Menschen über 65 nicht mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft werden sollen, weil die Datengrundlage für die Wirksamkeit in dieser Gruppe fehlt. 
 

Gibt es genügend Impfstoff?

Obwohl die EU-Kommission noch vor der Zulassung von Impfstoffkandidaten im vergangenen Jahr Vorverträge mit verschiedenen Pharma-Unternehmen geschlossen hat, kam es zu Beginn der Impfkampagne zu Lieferengpässen. Das liegt zum größten Teil an den begrenzten Produktionskapazitäten bei hoher Nachfrage. 

Die Bundesregierung bemüht sich zusammen mit BioNTech/Pfizer darum, die Produktionskapazitäten deutlich auszuweiten. Ein zusätzliches Werk in Marburg wurde am 10. Februar in Betrieb genommen. So bald dieses voll betriebsbereit ist, soll es jährlich bis zu 750 Millionen Dosen des COVID-19-Impfstoffs herstellen können. Bereits im ersten Halbjahr ist nach Angaben der Firma die Produktion von bis zu 250 Millionen Dosen geplant.

Für Deutschland stehen nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums mindestens 170 Millionen Dosen allein von den drei Herstellern BioNTech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca zur Verfügung, wenn alle ihre Lieferzusagen einhalten. Das alleine würde ausreichen, der gesamten Bevölkerung ein Impfangebot mit den erforderlichen zwei Injektionen zu machen. Darüber hinaus sind noch fast 150 Millionen Dosen bei den Firmen CureVac, Johnson&Johnson und Sanofi/GSK bestellt, die bislang aber noch keine EU-Zulassung haben. 
 

Wie wird der Impfstoff verteilt?

Von den Impfdosen, die in die Europäische Union geliefert werden, erhält Deutschland gemäß seines Bevölkerungsanteils 19 Prozent. Insgesamt sind für Deutschland über den EU-weiten Schlüssel und über nationale Vereinbarungen über 300 Millionen Impfdosen gesichert. 

Innerhalb Deutschlands wird der Impfstoff zunächst in speziell errichteten Impfzentren verimpft. Mobile Impftrupps impfen die Patienten in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Die Zentren sind deshalb nötig, weil Transport und Lagerung des Impfstoffs eine Herausforderung sind. Denn die genbasierten Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna müssen bei einer Temperatur von minus 70 Grad gelagert werden. Leichter handhabbar sind Vektorimpfstoffe wie der von AstraZeneca, weil sie bei Kühlschranktemperatur gelagert werden können. Sie sollen später auch in den Hausarztpraxen zum Einsatz kommen. Allerdings ist gerade der Impfstoff von AstraZeneca nicht für Menschen über 65 Jahren zugelassen.  

Während der Bund die Impfstoffe beschafft und finanziert, kümmern sich die Länder um die Einrichtung der Impfzentren und das nötige Zubehör. Darauf haben sich beide Seiten Anfang November geeinigt. Im Haushalt des Bundes für 2021 sind für die Impfstoffe rund 2,7 Milliarden Euro reserviert. 
 
 

Wie läuft die Impfung ab?

In den Impfkonzepten der Länder ist geregelt, wie die An- und Abfahrt an den Zentren laufen soll und wie die Räume gestaltet werden müssen. Damit sich keine Warteschlangen bilden, werden Termine online oder per Telefon vergeben. Allerdings waren die Hotlines und die Webseiten anfangs überlastet. 

In den Zentren werden die Menschen auf Einbahnwegen von der Anmeldung über den Wartebereich bis zum Arztgespräch und die eigentliche Impfung geschleust. So soll verhindert werden, dass sie sich begegnen. Auch für eine anschließende Ruhephase gibt es Platz.
 

Gibt es Vorteile für Geimpfte?

Zu einem Zeitpunkt, an dem noch nicht alle Bürgerinnen und Bürger ein Impfangebot bekommen haben, kann es keine Vorteile für Geimpfte geben. Auch ist noch nicht klar, ob Geimpfte das Virus nicht doch weitertragen können, obwohl sie selbst immun sind. 

Dennoch ist die Debatte darüber, ob Geimpfte Freiheiten zurückerhalten sollten, bereits entbrannt. Einige europäische Länder, die vom Tourismus abhängig sind, haben einen Vorstoß für einen EU-Impfpass unternommen.  Die EU arbeitet an einem gemeinsamen Standard für ein solches Zertifikat. Derzeit ist aber unklar, wie es genutzt werden könnte.
In Deutschland hat der Ethikrat es abgelehnt, dass Geimpfte zum jetzigen Zeitpunkt Freiheitsrechte zurückerhalten. Es sei ihnen zuzumuten, dass sie einfache Präventionsmaßnahmen wie Abstands- oder Hygieneregeln weiter einhalten. Der Ethikrat befürchtet, dass die Regeln nicht mehr durchsetzbar wären, wenn es Ausnahmen davon gäbe. Allerdings empfahl er, dass Isolationsmaßnahmen in Alten- und Pflegeheimen, in Einrichtungen für Behinderte und Hospizen für geimpfte Personen schnellstmöglich aufgehoben werden. Von der Wissenschaft muss zweifelsfrei geklärt werden, ob ein Zusammenhang zwischen Impfung und Infektiosität besteht.
 

Woher kommt das Geld für die Forschung an Impfstoffen?

Das Geld für Forschung und Entwicklung von Impfstoffen kommt von Staaten, aber auch von privaten Stiftungen wie der Bill-and-Melinda-Gates-Stiftung. 

Für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen SARS-CoV-2 stellt der Bund 145 Millionen Euro bereit. Deutschland fördert nach Angaben des Bundesforschungsministeriums auch die internationale Impfstoff-Initiative CEPI (Coalition for Epidemic Preparedness Innovations) – und zwar seit ihrer Gründung 2017 mit insgesamt 90 Millionen Euro und hat außerdem ein Sonderprogramm zur Erforschung eines Impfstoffes gegen Corona mit einem Volumen von bis zu 750 Millionen Euro aufgelegt. Ziel des Programms ist es, klinische Prüfungen zu fördern, Studienkapazitäten auszubauen und die Produktionskapazitäten für die zu prüfenden Impfstoffkandidaten zu erhöhen. 

CEPI ist eine öffentlich-private Partnerschaft, in der sowohl staatliche Förderer als auch Stiftungen, Forschungseinrichtungen und Pharma-Unternehmen zusammenarbeiten. Neben Deutschland gehören unter anderem Norwegen, Japan, Kanada und Australien sowie die Bill-and-Melinda-Gates-Stiftung und der Wellcome-Trust zu den Financiers. In die von CEPI initiierten Entwicklungsprojekte ist auch das deutsche biopharmazeutische Unternehmen CureVac eingebunden. 
 

Wie sieht es mit Medikamenten gegen Covid-19 aus?

Die Forschung nach Medikamenten gegen Covid-19 läuft auf Hochtouren, hat im Moment allerdings noch keine bahnbrechenden Ergebnisse gebracht. Das Bundesforschungsministerium hat im Januar 50 Millionen Euro für die Erforschung bereitgestellt, um die sich Forschende und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft bewerben können. 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat für Deutschland 200.000 Dosen eines neuen Corona-Medikaments auf Antikörper-Basis gekauft, das in den USA eine Notfallzulassung hat. Damit ist Deutschland das erste EU-Land, das die monoklonalen Antikörper einsetzt, allerdings zunächst nur in Uni-Kliniken. Die monoklonalen Antikörper wirken wie eine passive Impfung. Wenn sie Risikopatienten in der Frühphase einer Corona-Erkrankung verabreicht werden, können sie helfen, einen schweren Verlauf zu verhindern.