Bareiß, Thomas
Beauftragter: Thomas Bareiß

Energiebeauftragter



Von der Solaranlage auf dem Dach des Eigenheims über das hocheffiziente Blockheizkraftwerk im Heizungskeller bis zu neuen Stromtrassen und Windparks in der Nachbarschaft - immer mehr Bürger spüren den Wandel unseres Energiesystems. Für die CDU/CSU-Fraktion ist es elementar, dass die Energiewende verantwortungsvoll und ideologiefrei gestaltet wird. Unsere Energieversorgung muss auch in Zukunft sicher, umweltverträglich und wirtschaftlich bleiben. Der Energiebeauftragte unterstützt die Fraktion bei diesem Anliegen. Er gestaltet energiepolitische Vorhaben und informiert hierüber auf verschiedenen Ebenen. Auf politischer Ebene finden monatlich Energierunden statt, in denen Fachpolitiker aller Arbeitsgruppen der Fraktion, zuständige Vertreter aus Bundesministerien und Bundeskanzleramt über aktuelle Vorhaben der Energiepolitik diskutieren. Ergänzt werden diese Energierunden durch Fachgespräche mit Unternehmen und Verbänden und interne Anhörungen, die dem Austausch mit der Energiewirtschaft dienen. Die Energiepolitischen Dialoge schlagen den Bogen zum breiten Publikum, das an der Umsetzung der Energiewende interessiert und beteiligt ist und den direkten Austausch mit der Politik sucht.

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Stromversorgung – sicher, umweltverträglich und bezahlbar

Die Energiewende schreitet voran: Mittlerweile kommt ein Drittel unseres Stroms aus erneuerbaren Energien, die energetische Sanierung von Gebäuden wird mit rund zwei Milliarden Euro im Jahr gefördert und die Digitalisierung der Energiewelt ist eingeleitet. Doch die Energiewende steht auch vor großen Herausforderungen. So geht der Netzausbau nicht schnell genug voran und die Kosten des Umbaus unserer Energieversorgung sind zu insgesamt zu hoch. Die Union arbeitet daran, die bestehenden Hindernisse Schritt für Schritt anzugehen und zu überwinden. Der Dreiklang von Sicherheit, Umweltverträglichkeit und Bezahlbarkeit unserer Energieversorgung ist dabei die Richtschnur.

Die Arbeit des Energiebeauftragten

Der Energiebeauftragte unterstützt die Fraktion in ihrer energiepolitischen Arbeit. Er gestaltet die energiepolitischen Vorhaben mit und informiert hierüber auf verschiedenen Ebenen. Monatlich finden sogenannte Energierunden statt, in denen Fachpolitiker aller Arbeitsgruppen der Fraktion, zuständige Vertreter aus Bundesministerien und Bundeskanzleramt über aktuelle Vorhaben der Energiepolitik diskutieren. Fachgespräche und interne Anhörungen dienen dem Austausch mit der Energiewirtschaft, Unternehmen, Wissenschaft und Verbänden. Mit den „Energiepolitischen Dialogen“ schlägt die Fraktion den Bogen zum breiteren Publikum, das an der Umsetzung energiepolitischer Weichenstellungen interessiert und beteiligt ist. 

Systemwechsel bei der Förderung der erneuerbaren Energien

Der erfolgreiche und schnelle Ausbau der erneuerbaren Energien bringt enorme Herausforderungen für das gesamte Energiesystem mit sich. Hohe Förderkosten machen es dringend notwendig, Kosteneffizienz und Marktintegration der erneuerbaren Energien erheblich zu steigern. Daher wurde mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ein umfassender Systemwechsel vollzogen. Durch die Einführung von Ausschreibungsverfahren wird zukünftig nicht mehr die Politik, sondern der Markt die Höhe der Förderung für erneuerbare Energien festlegen. In Zukunft werden 80 Prozent der erzeugten erneuerbaren Strommenge ausgeschrieben. Effizienzgewinne und Kostensenkungen können so schneller bei den Verbrauchern ankommen. Zudem lässt sich der Ausbau der erneuerbaren Energien systemverträglicher steuern. Dies hilft, unsere ambitionierten Ziele zu erreichen.

Sichere Versorgung auch in sonnen- und windarmen Zeiten sichern

Der zunehmende Ausbau erneuerbarer Energien verändert auch die Marktsituation für konventionelle Kraftwerke. Da Strom aus erneuerbaren Energien vorrangig in die Netze eingespeist wird, werden die Produktionszeiten für diese Kraftwerke immer kürzer. Sie müssen sehr flexibel sein, um insbesondere in sonnen- und windarmen Zeiten, wenn die erneuerbaren Energien nicht ausreichend produzieren können, den benötigten Strom zu liefern. Konventionelle Kraftwerke werden deshalb auch zukünftig gebraucht. Der Gesetzgeber wird den Marktrahmen so weiterentwickelt, dass auch nach dem Abschalten des letzten Kernkraftwerks im Jahr 2022 ausreichende – von Sonne und Wind unabhängige - Erzeugungskapazitäten zur Verfügung stehen. Die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) kann dazu durch ihre hocheffiziente Wärme- und Stromerzeugung einen wichtigen Beitrag leisten. Die Koalition hat deshalb den Förderrahmen, insbesondere für bestehende KWK-Anlagen, verbessert. Die Stromversorgung muss auch in Zukunft auf höchstem Qualitätsniveau funktionieren.

Lust auf Energiesparen machen

Informieren, beraten, fördern: Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion setzt beim Thema Energieeffizienz auf Anreize, nicht auf Zwang. Mit dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) wurde das Rahmenprogramm für die wesentlichen Maßnahmen, Instrumente und deren Finanzierung festgelegt. Die darin bis heute festgeschriebenen Energieeffizienzmaßnahmen sind erfolgreich umgesetzt oder gestartet worden. 6 Milliarden Euro aus dem NAPE und 17 Milliarden Euro aus der Offensive zur Steigerung der Energieeffizienz setzen Anreize beim Verbraucher und machen Lust auf Energieeinsparen.

Chancen der Digitalisierung für das Stromsystem nutzen

Die Digitalisierung macht nicht vor der Energiewelt halt. Sie ist ein Schlüssel, um die immer komplexere Energieversorgung effizient zu steuern. Mit dem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende wird jedem Verbraucher seine ganz individuelle Energiewende ermöglicht. Die intelligenten Messsysteme helfen den Stromverbrauch zu steuern, zu messen und transparenter zu machen. Sie bringen Angebot und Nachfrage zusammen, erhöhen die Datensicherheit und ermöglichen eine kosten- und verbrauchergünstige Markteinführung („Rollout“). 

Ausblick

Die Energiewende bedeutet den umfassenden Umbau unseres Energiesystems. Sie ist deshalb mehr als nur eine Stromwende. Das gilt besonders, wenn Deutschland seine ambitionierten Klimaziele erreichen möchte. Dafür reicht der erfolgreiche Ausbau der erneuerbaren Energien nicht aus. Es gilt darüber hinaus Speichertechnologien in den Markt zu bringen, die Nachfrage zu flexibilisieren und Effizienztechnologien anzureizen. Alle Anstrengungen zur Umsetzung der Energiewende müssen dabei im Einklang mit der europäischen Energie- und Klimapolitik erfolgen. Auch im europäischen Kontext steht das Thema Effizienz ganz oben auf der Tagesordnung. Die Bundesregierung wird deshalb zur Erreichung der ehrgeizigen europäischen Effizienzziele Empfehlungen erarbeiten und in einem Weißbuch vorstellen. Für die Union gilt dabei der Grundsatz: Statt Verbote und Zwang braucht es Anreize. Nur so werden sich die wirtschaftlichsten CO2-Vermeidungsstrategien und –technologien am Ende durchsetzen. 

Stand: Oktober 2016

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