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20.01.2012

(153. Sitzung)
Stand: 20.05.2012, 19:39 Uhr

Zweiter Zwischenbericht der Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft"


90 Minuten

Der erste Zwischenbericht beschreibt im Sinne eines Tätigkeitsberichts die Arbeit der Enquete-Kommission (z.B. Anhörungen) und der zwischenzeitlich abgeschlossenen Projektgruppen "Netzneutralität", "Datenschutz", "Urheberrecht" und "Medienkompetenz" bis April 2011.
 
Der zweite Zwischenbericht beinhaltet die Bestandsaufnahme und die Handlungsempfehlungen der Projektgruppe "Medienkompetenz".
 
Schwerpunkte bei den Handlungsempfehlungen sind:
  • Einen mobilen Computer für jeden Schüler
    Chancengerechtigkeit in einer digitalen Gesellschaft setzt den selbstverständlichen Umgang mit neuen Medien in der Schule voraus. Im Schulalltag fehlen jedoch entsprechende Endgeräte. Kinder und Jugendliche insbesondere aus bildungsfernen Elternhäusern erfahren Computer eher als Spiel- und Unterhaltungsmedien und weniger als Arbeitsinstrument. Daher empfehlen wir, einen mobilen Computer für jeden Schüler, um dieses Lerninstrument endlich im Unterricht fest zu verankern und die Erarbeitung neuer Bildungskonzepte und Lehrmethoden anzustoßen.

  • Virale Kampagnen zur Stärkung der Medienkompetenz
    Neben den klassischen Instrumenten der Medienkompetenz­förderung sollen neue Wege beschritten werden. Virale Kampagnen sind im Marketing erfolgreich und können ein Ansatz sein, Medienkompetenz (über soziale Netzwerke) zu stärken.

    Es wird empfohlen, dass regelmäßige Diskussionsrunden auf Einladung der Bundesregierung stattfinden, um thematische Schwerpunkte für mediale und virale Kampagnen zu erörtern. Dies sollte in einem sechsmonatigen Turnus gemeinsam mit den Akteuren der klassischen und neuen Medien – private Unternehmen wie öffentlich-rechtliche Anstalten – stattfinden.

  • Initiativen für Elternarbeit
    Eltern sind zentrale Ansprechpartner für Medienkompetenzarbeit. Gleichzeitig fühlen sie sich häufig der Vermittlung von Medienkompetenz nicht gewachsen.

    Daher wird die Bundesregierung aufgefordert, gemeinsam mit Spitzenverbänden der Wirtschaft zu prüfen, ob eine "Bündnis für elterliche Medienbildung" mit Unternehmen gegründet werden kann. Ziel sind Elternabende an Kindergärten und Schulen durch ehrenamtliche IT-Profis. Mustervorträge sollen zentral erarbeitet und zur Verfügung gestellt werden.

 

Zweiter Zwischenbericht der Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft"