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Wie wird der Ausbau von Strom aus erneuerbaren Energien beschleunigt?
Da das Angebot an Strom aus Kernkraft abnimmt, entsteht ein großer Nachfragesog bei den anderen Energieträgern. Da die Kohle- und Gasverstromung durch den CO2-Zertifikatehandel mit Zusatzkosten belastet werden, wird gerade bei CO2--frei erzeugtem Strom die Nachfrage stark ansteigen und damit auch zusätzliches Angebot erzeugen.
Der dringendste Ansatzpunkt sind schnellere Fortschritte beim Netzausbau. Sowohl bei den Übertragungsnetzen als auch bei den Verteilnetzen müssen zahlreiche zusätzliche Leitungen gebaut werden. Hinzu kommen umfassende Erweiterungen in den Verteilnetzen. In den letzten Jahren konnte nur ein Bruchteil der erforderlichen Leitungen fertig gestellt werden. Mit einem Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) wollen wir erreichen, dass zentrale länderübergreifende Projekte schneller fertig gestellt werden. Wir werden damit die Umsetzungszeit auf etwa vier Jahre halbieren. Regionen, die besonders von den erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen betroffen sind, werden mit 40.000 Euro je Leitungskilometer entschädigt. Zudem stärkt die Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) u.a. die Grundlagen für intelligente Netze und Speicher.
Der Umstieg ist allein mit den heutigen Technologien nicht erreichbar. Wir brauchen einen technologischen Sprung bei der Entwicklung neuer Speichertechnologien, intelligenter Netze und der Steigerung der Energieeffizienz. Deshalb ist eine leistungsfähige Energieforschung zentral. Die Prioritäten in der Mittelvergabe müssen sich am beschleunigten Umstieg orientieren. Ein Schlüssel sind Speichertechnologien, die die Schwankungsanfällig von Wind- und Photovoltaikanlagen auffangen.
Wir müssen Verständnis und Akzeptanz in der Bevölkerung dafür herstellen, dass durch Leitungsbau, Windräder, Photovoltaikflächen, Windräder oder Stauseen Eingriffe in die Landschaft erfolgen.
Nicht zuletzt werden die Finanzierungsbedingungen der teuren Windparks auf hoher See als Energiequelle mit dem größten Potenzial durch ein Kredit- und Bürgschaftsprogramm erleichtert. Das 5 Mrd. Euro-Programm der KfW ist bereits 2010 mit dem Energiekonzept beschlossen worden und wird jetzt schnell abgesichert.