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19.01.2011

Ute Granold

Für Religionsfreiheit überall auf der Welt

Stephanuskreis der Fraktion setzt sich für verfolgte Christen ein




Das Bombenattentat in einer ägyptischen Kirche am Neujahrsmorgen, ständiger Terror gegen Christen im Irak, religiös motivierte Ausschreitungen in Indien - die nicht abreißende Anschlagserie ist Beleg für die schwierige Situation von Christen in aller Welt, für deren Anliegen der 2010 gegründete Stephanuskreis sich einsetzt.


Dass die Zielsetzung und die Arbeit des Arbeitskreises aktueller und wichtiger denn je ist, davon konnte sich seine Sprecherin Ute Granold, Obfrau der Union im Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestages, während eines Solidaritätsbesuch in Kairo im Gespräch mit betroffenen Kopten selbst überzeugen. Auf ihre Initiative hin hatte die CDU/CSU-Bundestagsfraktion im April 2010 den Kreis gegründet. Benannt nach dem ersten christlichen Märtyrer, dem Katholiken wie Protestanten gedenken, stellt der Kreis die Religionsfreiheit ins Zentrum seiner Arbeit und widmet sich dabei vor allem der Situation der verfolgten Christen in aller Welt.
 
Schon in der vergangenen Legislaturperiode hatte sich die Arbeitsgruppe Menschenrechte des Themas angenommen. Nun soll dieses Engagement mit dem Stephanuskreis über die verschiedenen Arbeitsgruppen hinweg ausgebaut werden. Hintergrund ist dabei auch die Verpflichtung der christlich-liberalen Koalition im Koalitionsvertrag, weltweit für Religionsfreiheit einzutreten und sich dabei insbesondere mit der Lage christlicher Minderheiten zu befassen.
 
Projekte mit Auslandsvertretungen und NGOs
 
Durch Gespräche mit Betroffenen und mit Experten möchte der Stephanuskreis die Fraktion für aktuelle und grundsätzliche Aspekte dieser Thematik sensibilisieren. Bei regelmäßigen Treffen informieren sich die Teilnehmer insbesondere über die Situation verfolgter und diskriminierter Christen in verschiedenen Ländern und diskutieren Handlungsoptionen, die dann in konkreten Projekten mit Auslandsvertretungen oder Nichtregierungsorganisationen umgesetzt werden und so bedrängten Gläubigen Hilfe bringen. Pressearbeit und Veranstaltungen helfen darüber hinaus, das Thema auch in einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen.Die Verfolgung religiöser Minderheiten wird im Rahmen von Delegationsreisen auch in Gesprächen mit Regierungsvertretern und Kirchenführern vor Ort thematisiert.
 
Parlamentarische Initiativen und Anträge tragen dazu bei, die Einhaltung des zentralen Menschenrechts „Religionsfreiheit“ einzufordern. Der im vergangenen Jahr abschließend im Parlament beratene Antrag der christlich-liberalen Koalition, „Religionsfreiheit weltweit schützen“, ist ein aktuelles Beispiel. Ziel ist außerdem, im Europäischen und in den nationalen Parlamenten ein Netzwerk von Unterstützern und Multiplikatoren aufzubauen, um das Anliegen international voranzubringen. Die gemeinsame Resolution der Fraktionen von CDU/CSU und ÖVP zur Lage der religiösen Minderheiten in der Türkei weist bereits in diese Richtung.
 
2010 hat sich der Stephanuskreis vor allem mit der Situation der religiösen Minderheiten in der Türkei und in Indien befasst. Zukünftige Schwerpunkte sind „Diffamierung der Religion“ und das „Recht auf Mission und Glaubenswechsel“. Auch ein Austausch mit den beiden Kirchen ist geplant.
 
Mitglieder des Stephanuskreises sind:
Thomas Bareiß, Dorothee Bär, StMin Prof. Dr. Maria Böhmer, Michael Brand, Ralph Brinkhaus, Marie-Luise Dött, Ingrid Fischbach, Dr. Maria Flachsbarth, Ute Granold, Hermann Gröhe, Markus Grübel, Frank Heinrich, Dr. Franz Josef Jung, Alois Karl, Volker Kauder, Jürgen Klimke, Julia Klöckner, Hartmut Koschyk, Sibylle Pfeiffer, Beatrix Philipp, Prof. Dr. Annette Schavan, Patrick Schnieder, Nadine Schön, Johannes Selle, Johannes Singhammer, Erika Steinbach, Peter Weiß und Willi Zylajew
 
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