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18.03.2010
Volker KauderOptimismus von vor 20 Jahren in die heutige Zeit hineintragen
Die Feierstunde zum 20-jährigen Jubiläum der ersten freien Wahlen zur Volkskammer der DDR nimmt Volker Kauder zum Anlass in seinem Podcast von der Rede des ehemaligen DDR-Ministerpräsidenten Lothar de Maizière im Bundestag zu berichten. Er freut sich darüber, dass "die Demokratie über die Diktatur gesiegt hat".
Die Episode im Wortlaut:
Hallo, hier ist wieder Volker Kauder und ich berichte aus meinem politischen Tagebuch.
Am Donnerstag hat der Deutsche Bundestag die Haushaltsplanberatung unterbrochen um in einer Gedenkstunde an den 20. Jahrestag der ersten freien Volkskammerwahl in der früheren DDR zu erinnern.
Der erste frei gewählte Ministerpräsident der DDR, Lothar de Maizière, hat noch einmal in einer bewegenden, aber auch fröhlich-optimistischen Rede den Anfang des Prozesses zur Deutschen Einigung geschildert.
Der Präsident des Deutschen Bundestages, Norbert Lammert, hat zu Recht kritisiert, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen, das durch die Gebühren einen Informationsauftrag hat, ausschließlich in seinem Spartenkanal Phoenix diese Feierstunde übertragen hat. Ein solches Jubiläum, das an ein epochales Ereignis erinnert, muss im öffentlich-rechtlichen Fernsehen übertragen werden. Das hat aber unsere Freude darüber nicht geschmälert, dass wir an diesem Tag feiern können, dass die Freiheit über die Diktatur gesiegt hat.
Lothar de Maizière hat sich gewünscht, dass wir den Optimismus dieser Tage vor 20 Jahren in die heutige Zeit hinein tragen. Und, er hat etwas Bemerkenswertes fast in einem Nebensatz gesagt: Er erinnert sich daran, dass er 50 Jahre alt war, als er zum ersten Mal an einer freien Wahl teilnehmen konnte und er wird deshalb an jeder freien Wahl in der Demokratie teilnehmen. Eine Aufforderung an all diejenigen, die meinen, Wahlenthaltung sei ein richtiger Weg.
Und in diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende.