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29.07.2010
Volker KauderKauder: Großveranstaltungen in Zukunft auch durch eine übergeordnete Behörde prüfen
Nach den tragischen Ereignissen bei der Loveparade in Duisburg fordert Volker Kauder in seinem wöchentlichen Podcast, dass solche Veranstaltungen in dieser Größenordnung in Zukunft auch von einer übergeordneten Behörde geprüft werden müssen, weil offenbar der Wunsch vor Ort etwas Einzigartiges unbedingt zu wollen Vorsichtsmaßnahmen außer Kraft setze.
Hallo, hier ist wieder Volker Kauder und ich berichte aus meinem politischen Tagebuch.
Betroffen, verständnislos, manchmal sogar etwas wütend haben wir in diesen Tagen von der Loveparade gehört.
20 junge Menschen mussten sterben, weil offensichtlich das Sicherheitskonzept für eine solche Veranstaltung nicht gestimmt hat. Die Veranstalter wollten unbedingt die Loveparade im Ruhrgebiet durchführen. Die Stadt wollte ganz offensichtlich unbedingt diese Veranstaltung. Aber über dieses „unbedingt wollen“ ist offenbar vergessen worden genau zu prüfen, was machbar ist und was nicht.
Der vielfach geäußerte Satz: „wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“, scheint bei dieser Loveparade ins Gegenteil umgekehrt worden zu sein. Es ist eben nicht immer so, dass wo ein Wille ist, auch ein Weg ist.
Und ich wünsche mir, dass solche Veranstaltungen in dieser Größenordnung in Zukunft auch von einer übergeordneten Behörde geprüft werden müssen, weil offenbar der Wunsch vor Ort etwas Einzigartiges unbedingt zu wollen Vorsichtsmaßnahmen außer Kraft setzt.
Es ist traurig, dass eine Veranstaltung, die bei jungen Menschen Freude, Fröhlichkeit auslösen sollte, so enden musste. Und ich hoffe nur, dass in Zukunft bei Großveranstaltungen genau geprüft wird, ob die Voraussetzungen auch da sind. Und das dann auch nach einer Prüfung gemacht wird, was offensichtlich immer schwerer fällt, auch einmal „Nein“ zu sagen.