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Stand: 20.05.2012, 19:00 Uhr
Irland unterstützen und den Euro stabilisieren
30 Minuten
Für die Union steht fest: Eine stabile Gemeinschaftswährung Euro ist im ureigenen Interesse Deutschlands. Dass jetzt Irland die Europäische Kommission und den Internationalen Währungsfonds um Unterstützung gebeten hat, ist aufgrund der ökonomischen Eckdaten in keiner Weise mit dem Fall Griechenland vergleichbar.
Die jetzt ins Auge gefasste Euro-Stabilisierung mit der Irland-Hilfe ist die einzig richtige Antwort auf die aktuelle Entwicklung auf den internationalen Kapitalmärkten. Die Zinsaufschläge, die für irische Anleihen zurzeit zu beobachten sind, haben keinerlei ökonomische Grundlage. Daher müssen wir den Spekulationen gegen den Euro entgegentreten und in ökonomisch vernünftiger Weise weiteren Spekulationen den Boden entziehen. Dafür nutzen wir den mit dem IWF und den europäischen Partner bereits vereinbarten Euro-Rettungsschirm.
Deutschland wird seinen Beitrag leisten, auch durch die Übernahme von Gewährleistungen in Höhe von 6,25 Milliarden Euro für den Rettungsfonds. Wir halten Wort und schaffen damit Vertrauen. Im Gegenzug zur Hilfe muss Irland seine Zusagen zum Beispiel zu Strukturreformen und zur Konsolidierung des öffentlichen Haushalts im Rahmen der Vereinbarung umsetzten. Wir haben keinen Zweifel, dass dies in Irland gelingt. Daher hat der Haushaltsausschuss richtigerweise sein Einvernehmen zu den konkret ausgehandelten Hilfen aus der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität erklärt. Damit ist ein wichtiger Baustein der Umsetzung der Gesamthilfe gesetzt worden.