Hier startet der Seiteninhalt. Der Accesskey zur Rückkehr zum Seitenanfang ist die Ziffer 1.
(. Sitzung)
Stand: 20.05.2012, 16:06 Uhr
Hungern in der Überflussgesellschaft - Maßnahmen gegen die Magersucht ergreifen (B'90/Grüne)
30 Minuten
Der Antrag beklagt, dass 22 Prozent der 11- bis 17-Jährigen Symptome einer Essstörung aufwiesen. Unter anderem seien Essstörungen bei Jugendlichen auf das überzogene gesellschaftliche Schlankheitsideal zurückzuführen. Der Antrag fordert auf, folgende Maßnahmen zu ergreifen:
- Selbstverpflichtung der Modeunternehmen und Modelagenturen, auf Werbeverträge mit untergewichtigen Models zu verzichten,
- Kampagnen zu Essstörungen wie Bulimie und Magersucht in der Gesellschaft wie bessere Information der Ärzte,
- Förderung von Beratungsangeboten der Kommunen und Krankenkassen,
- Werbungsverbote für „Diät-Wunderpäparate“,
- Schulen sollten über Essstörungen, gesunde Ernährung, Prävention früh aufklären und mehr körperliche Bewegungs- und Entspannungsangebote machen.
Die Verstärkung von Beratungsangeboten zum Thema Essstörungen – zu untergewichtigem gleichwohl wie zu übergewichtigem Essverhalten – an Schulen und auf kommunaler Ebene sowie die Unterstützung einer bundesweiten Kampagne zum Thema Essstörungen sind durchaus prüfenswert. Schwerpunkt liegt jedoch bei den Ländern.