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04.06.2008

Volker Kauder, Annette Widmann-Mauz

Organspende: Ja zum Leben

Symposium der CDU/CSU-Bundestagsfraktion




Information und Aufklärung müssen bei der Organspende stärker ins Blickfeld genommen werden. Das ist ein Ergebnis eines Symposiums der CDU/CSU-Bundestagsfraktion am Mittwoch kurz vor dem Tag der Organspende im Langenbeck-Virchow-Haus unweit der Berliner Charité.


Jeder kann von heute auf morgen durch einen Unfall oder eine Krankheit in die Situation geraten, auf ein fremdes Organ angewiesen zu sein. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion will daher offensiver für die Organspende werben. Deutschland bleibt bei der Spendebereitschaft hinter der Möglichkeiten zurück, betonte der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder auf einem Symposium unter dem Titel „Organspende: Ja zum Leben“ im Langenbeck-Virchow-Haus in Berlin.

Kauder setzte sich nachdrücklich für die Beibehaltung der geltenden Gesetzeslage, der erweiterten Zustimmungslösung, ein. Forderungen nach einer Einführung der sogenannten Widerspruchslösung lehnte Kauder ab. Er befürchtet, dass dadurch die Bereitschaft Organe zu spenden, eher noch geringer werde. "Was in einem Land gut funktionieren kann, muss im anderen noch nicht funktionieren", sagte Kauder. Er setze bei der Organspende auf Aufklärung und Motivation der Bevölkerung.

Der Fraktionsvorsitzende unterstützt eine neue Kampagne des Bundesgesundheitsministerin zur Förderung der Spendebereitschaft im kommenden Jahr und hat sich beim Finanzminister für die nötigen Mittel stark gemacht.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Annette Widmann-Mauz, erinnerte an die Verabschiedung des Transplantationsgesetzes im Deutschen Bundestag 1997. Mit dem damaligen Beschluss seinen viele Ängste und Befürchtungen der Bevölkerung aufgenommen und Vertrauen in die Transplantationsmedizin geschaffen worden.

12.000 Patienten warten derzeit auf ein Organ, viele sterben bevor der rettende Anruf zur Operation kommt. Nur 21 Prozent der Deutschen haben einen Organspendeausweis ausgefüllt, damit ihnen nach dem Hirntod Organe entnommen werden können. Bei einer Umfrage der Universität Mainz äußern sich jedoch 90 Prozent positiv zur Organspende, 77 Prozent würden der Organentnahme bei nahen Angehörigen zustimmen. Die Information und Aufklärung müsse daher massiv verbessert werden, forderte Widmann-Mauz.


Präsentation von Priv.-Doz. Dr. med. Bruno Meiser, Eurotransplant International Foundation
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Präsentation von Prof. Dr. Günter Kirste, Deutsche Stiftung Organtransplantation
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Präsentation von Dr. Götz, MBA, Dialyse-Verbund Westmittelfranken
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