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02.09.2010

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13.06.2008

Ilse Aigner

Migrationshintergrund ist kein Bildungshemmnis

Kinder aus bildungsfernen Familien verstärkt fördern




Zum Zweiten Nationalen Bildungsbericht erklärt die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Bildung und Forschung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ilse Aigner MdB:


Der Zweite Nationale Bildungsbericht belegt: Migrationshintergrund ist kein Bildungshemmnis. Jugendliche aus Vietnam, Süd- und Ostasien, Amerika und den EU-Staaten erreichen sogar signifikant häufiger die Hochschulreife als deutsche Jugendliche.

Entscheidend ist vielmehr die Bildungsnähe der Eltern. Verfügt ein Elternteil über einen (Fach-) Hochschulabschluss, ist die rechnerische Chance für das Kind, Abitur zu machen etwa dreimal höher als wenn kein Elternteil über einen entsprechenden Bildungsabschluss verfügt. Noch höher ist die Wahrscheinlichkeit, wenn beide Eltern über ein hohes Bildungsniveau verfügen.

Dies gilt unabhängig von der nationalen Herkunft. Unter Berücksichtigung des sozioökonomischen Hintergrundes haben sogar Jugendliche aus der Türkei, Marokko und dem Nahen Osten bessere Bildungschancen als deutsche Jugendliche.

Mithin gilt es, Kinder aus bildungsfernen Familien verstärkt zu fördern, je früher, desto besser. Dazu gehören Sprachstandserhebungen, bei Bedarf verpflichtende Fördermaßnahmen und musisch-kulturelle Angebote für Kleinkinder. Das Betreuungspersonal in den Kindertagesstätten benötigt die bestmögliche Ausbildung. Außerdem brauchen wir in vielen Einrichtungen mehr Personal. Hierzu sind noch erhebliche Anstrengungen erforderlich.