Katja Riemann dankte im Namen hunderter Unterstützer der entwicklungspolitischen Organisation ONE Volker Kauder für die Erhöhung des Entwicklungshilfeetats um 800 Millionen Euro. Davon berichtet Volker Kauder in seiner letzten Podcast-Ausgabe des Jahres 2008.
Hallo, hier ist wieder Volker Kauder und ich berichte aus meinem politischen Tagebuch zum letzten Mal in diesem Jahr.
Im letzten Jahr hat mich der Sänger Bono besucht. Er wirbt dafür, dass man Afrika nicht vergisst, dass die Staaten ihre Verpflichtungen, die sie übernommen haben für die Entwicklungshilfe ernst nehmen.
Ich habe ihm damals versprochen, dass ich alles daran setzen werde, zusammen mit meinen Kollegen, Peter Ramsauer und Peter Struck - dass wir den Entwicklungshilfe-Etat etwas anheben. Im Rahmen der Haushaltsplanberatungen ist dies dann auch gelungen. Wir konnten trotz der Probleme, die wir haben, den Entwicklungshilfe-Etat aufstocken.
Und jetzt geschah etwas, was in der Politik nicht so häufig ist. In dieser Woche hat sich die Truppe von Bono, ONE, erneut gemeldet. Und sie kamen heute zu uns, angeführt von Katja Riemann, die uns eine Dankpostkarte brachte und sich dafür bedankte, dass die Politik Wort gehalten hat und dass der Entwicklungshilfe-Etat aufgestockt wurde.
Das hat mich sehr gefreut, weil man gesehen hat, dass es sich nicht nur der Sache willen lohnt, sondern, dass es auch akzeptiert und anerkannt wird, wenn man als Politiker Wort hält.
Mir war natürlich klar, dass der Dank die schärfste Form der Bitte ist - und das deswegen mit diesem Dank auch der Wunsch verbunden wurde, im nächsten Jahr noch einmal etwas mehr für Entwicklungszusammenarbeit zu tun.
Ich war ausgesprochen zurückhaltend, da wir selber natürlich jetzt große Aufgaben vor uns haben, um die Wirtschaftskrise im nächsten Jahr etwas abzufedern. Dennoch glaube ich, dass wir eine Verantwortung auch für die Entwicklung Afrikas tragen, auch im eigenen Interesse.
Denn Klimaschutz und Umweltschutz bedarf auch der Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern und wenn ich sehe, wie im Augenblick in einigen Ländern in Afrika der Bürgerkrieg tobt, wie täglich Menschen ermordet, vergewaltigt werden, dann spürt man schon die Verantwortung als Christ auch für diese Menschen. Und ich bin immer wieder sehr betroffen, auch traurig darüber, dass wir so wenig tun können, um dieses Morden in Afrika abzustellen.
Entwicklungszusammenarbeit trägt dazu bei, dass arme Menschen eine Perspektive sehen. Dies hilft auch Gewalt und Kriege zu reduzieren.
Und so wünschen wir uns, dass nicht nur der Friede in unserem Land erhalten bleibt, sondern dass der Friede überall in der Welt einziehen kann. Daran an Weihnachten zu denken und als Christ dafür auch zu beten, ist jetzt dann in den nächsten Tagen durchaus Zeit und Gelegenheit.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes, ein gesegnetes Weihnachtsfest und für 2009, trotz mancher negativer Perspektiven, alles Gute.
Ihr Volker Kauder
Video von ONE zur Übergabe der Dankpostkarte