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02.09.2010

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12.06.2008

Ilse Aigner

Fachkräftemangel auch an Schulen

Rückläufige Schülerzahlen nutzen, um Betreuungsrelation zu verbessern




Zum Zweiten Nationalen Bildungsbericht erklärt die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Bildung und Forschung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ilse Aigner MdB:


Besonders in den alten Ländern droht an den Schulen Fachkräftemangel. Nur in Italien ist die Lehrerschaft älter. Die Hälfte der Lehrkräfte an deutschen Schulen wird in den nächsten 15 Jahren die Pensionsgrenze erreichen.

Zwar werden auch die Schülerzahlen in den nächsten Jahren zurückgehen. Hierdurch wird der Bedarf an Lehrkräften aber nicht entsprechend verringert. Außerdem sollten die rückläufigen Schülerzahlen genutzt werden, um die Betreuungsrelation zu verbessern und nicht um Lehrerstellen abzubauen.

Gerade der wachsende Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund und die große Zahl von Kindern aus bildungsfernen Elternhäusern erfordern die starke individuelle Förderung der Kinder, die nur in kleinen Lerngruppen gewährleistet werden kann. Hierzu brauchen wir mehr Lehrer, nicht weniger.

Es gilt also, insbesondere bei jungen Leuten für den Lehrerberuf zu werben, den Zugang zum Beruf auch für Quereinsteiger zu erleichtern und schließlich für ältere Lehrer die Pensionsgrenze nach oben zu öffnen. Dabei werden wir nur Erfolg haben, wenn wir die Rahmenbedingungen für den Lehrerberuf insgesamt verbessern. Dazu gehören eine angemessene Besoldung, besonders im Grundschulbereich, die Beseitigung von Mobilitätshemmnissen und vor allem die gesellschaftliche Anerkennung. Lehrer leisten einen wichtigen Beitrag zum Wohle unseres Landes. Dafür gebührt ihnen Respekt.
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