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Fraktion / Grundlagen / Geschichte der Fraktion
23.05.2012

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Bundeskanzler der CDU seit 1949

Dr. Konrad Adenauer

* Köln 5. 1. 1876, † Bad Honnef-Rhöndorf 19. 4. 1967
 
Bundeskanzler vom 15.09.1949 bis 15.10.1963
Adenauer wurde dreimal (1953, 1957 und 1961) wiedergewählt. In den ersten beiden Legislaturperioden regierte er mit einer Koalitionsregierung aus CDU/CSU, FDP und DP (1953–56 auch unter Beteiligung des GB/BHE). Unter seiner Führung errang die CDU 1957 die absolute Mehrheit im Bundestag und stellte 1957–61 eine Alleinregierung.

Dr. Ludwig Erhard

* Fürth 4. 2. 1897, † Bonn 5. 5. 1977
 
Bundeskanzler vom 16.10.1963 bis 30.11.1966
Als Bundeswirtschaftsminister (1949-63) setzte er das Prinzip der "Sozialen Marktwirtschaft" durch. Der durch diese Politik beförderte wirtschaftliche Aufschwung begründete seinen Ruf als "Vater des deutschen Wirtschaftswunders".

Kurt Georg Kiesinger

* Ebingen 6. 4. 1904, † Tübingen 9. 3. 1988
 
Bundeskanzler vom 1.12.1966 bis 21.10.1969
Die von ihm geführte erste große Koalition setzte in ihrer knapp dreijährigen Amtszeit ein umfangreiches Reformprogramm um. Schwerpunkte waren eine Finanzreform, die Verabschiedung der sog. Notstandsgesetze sowie Reformen der Sozialordnung und des Strafrechts.

Dr. Helmut Kohl

* Ludwigshafen am Rhein 3. 4. 1930
 
Bundeskanzler vom 1.10.1982 bis 26.10.1998
Kohl wurde nach einem konstruktiven Mißtrauensvotum an die Spitze einer Regierungskoalition aus CDU, CSU und FDP gewählt, die bei den folgenden Bundestagswahlen im März 1983 und im Januar 1987 bestätigt wurde. Nach dem Fall der Mauer betrieb Kohl wesentlich den Prozeß der staatlichen Einheit durch seine Initiativen zur Wirtschafts-, Sozial- und Währungsunion zum 1. 7. 1990 und zum Einigungsvetrag. Behutsam, aber mit großem Nachdruck verwirklichte er die staatliche Einheit Deutschlands und hatte dabei sorgsam deren außenpolitische Absicherung im Auge.
Bei der ersten gesamtdeutschen Wahl am 2. Dezember 1990 sowie 1994 wurde die Koalition aus CDU/CSU und FDP bestätigt.

Dr. Angela Merkel

* Hamburg 17. 7. 1954
 
Bundeskanzlerin seit dem 22. 11. 2005
Merkel war im Herbst 1989 Mitbegründerin des "Demokratischen Aufbruchs" (DA) in der DDR. Sie wurde am 12. 4. 1990 stellvertretende Regierungssprecherin und enge Mitarbeiterin von Ministerpräsident Lothar de Maizière. Im April 2000 wurde sie Vorsitzende der CDU Deutschlands, im September 2002 auch CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende. Unter ihrer Führung wurde nach der vorgezogenen Bundestagswahl die zweite große Koalition in der Geschichte der Bundesrepublik gebildet. Sie wurde am 22. November 2005 zur ersten Bundeskanzlerin gewählt.