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25.10.2007

Eckart von Klaeden

Deutschlands Blick auf Asien weiten

Asienstrategie der CDU/CSU-Bundestagsfraktion vorgestellt




Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Eckart von Klaeden, hat am Donnerstag in Berlin die Asienstrategie seiner Fraktion vorgestellt. Zu einem Kongress der Fraktion unter dem Titel "Deutschland, Europa und Asien – eine gemeinsame Zukunft gestalten" werden 600 Teilnehmer erwartet.


Im Vorfeld des Asienkongresses der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat der außenpolitische Sprecher, Eckart von Klaeden, die Asienstrategie der Fraktion vorgestellt. Die Fraktion hatte das Papier am Dienstag beschlossen.

Deutschland muss seine Beziehungen zu Asien nach Ansicht Klaedens deutlich ausbauen. Unser Land genieße in Asien besonderes Vertrauen, da es nicht durch eine koloniale Vergangenheit belastet sei. Als größte Volkswirtschaft Europas könne Deutschland eine besondere Rolle spielen, stellte Klaeden fest.

Der Aufstieg Asiens, vor allem der Chinas und Indiens, habe nicht nur ökonomische Folgen, sondern inzwischen auch große politische, geopolitische und sicherheitsrelevante Auswirkungen auf die gesamte globale Ordnung. Europa und die USA müssen ihre Stellung in einer immer weniger euro-atlantisch geprägten Welt neu definieren, ist Klaeden überzeugt. "Sonst werden sich die Asiaten andere Partner suchen", sagte am Donnerstag in Berlin.

Insbesondere Indien, Singapur und Südkorea seien in den vergangenen Jahren im Gegensatz zu China "sträflich vernachlässigt" worden. Die Asienpolitik Deutschlands habe sich in den vergangenen Jahren zu sehr auf China bzw. auf ökonomische Fragen konzentriert. Beides sei nicht falsch, "aber der Blick muss geweitet werden", forderte der Außenpolitiker.

Die beiden traditionellen Pfeiler der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik, europäische Integration und die transatlantischen Beziehungen, müssen dringend um die euro-asiatische Dimension ergänzt werden. Wir benötigen eine vielschichtige Asienstrategie, die sich in ihrer Breite und Tiefe an den transatlantischen und den Beziehungen zu unseren EU-Partnern orientiert, heißt es in der Asienstrategie.

Protektionistische Ansätze hält Klaeden für ungeeignet, um unseren Wohlstand zu erhalten. "Nur wenn wir vernetzt sind, können wir am Aufschwung dort partizipieren", unterstrich der CDU-Politiker. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit müsse mittelfristig angepasst werden. China, das Land, das über die höchsten Währungsreserven der Welt verfüge, müsse zur Lösung seiner Probleme einen zunehmend höheren Finanzierungsanteil mit dem Ziel der späteren Vollfinanzierung übernehmen, ist der außenpolitische Sprecher überzeugt.

Zu der Asienkonferenz werden rund 600 Teilnehmer erwartet. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird eine Grundsatzrede halten, darüber hinaus sind Dr. Surin Pitsuwan, designierte Generalsekretär der ASEAN und LakshmiNiwas Mittal, Präsident des weltgrößten Stahlkonzern, ArcelorMittal.
Eckart von Klaeden will Partnerschaft auf Augenhöhe

Foto: CDU/CSU-Fraktion (Armin Linnartz)
Eckart von Klaeden will Partnerschaft auf Augenhöhe


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Wir müssen uns lösen vom paternalistischen Blick auf Asien

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Nur wenn wir vernetzt sind, können wir am Aufschwung in Asien profitieren

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